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Kleidersammlungen und FairWertung

Was passiert eigentlich mit meiner Kleidung?

Pro Jahr geben die Deutschen rund 750.000 Tonnen Textilien in Kleidersammlungen. An-gesichts dieser Kleidermenge ist es völlig unrealistisch zu erwarten, dass die ausrangierte Kleidung ausschließlich sozialen Zwecken in Deutschland zugute kommt.

Zwar unterhalten einige Partner von FairWertung Kleiderkammern oder Secondhand-Läden. Ein Teil der Sachen wird in diesen Einrichtungen sortiert und kostenlos weitergegeben oder zu sozialen Preisen verkauft. Vielfach werden dabei langzeitarbeitslose Menschen im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen beschäftigt. Vielfach übersteigen die gesammelten Mengen allerdings den Bedarf vor Ort. Die Überschüsse werden an gewerbliche Textilverwerter verkauft. Auch Kleidung, die in Containern oder über Straßensammlungen zusammenkommt, geht direkt und unsortiert an Sortierbetriebe im In- und Ausland. Dort werden alle Textilien per Hand nach ihrer Qualität sortiert. Die gut erhaltenen Sachen werden als Secondhand-Kleidung über verschiedene Vertriebswege z.B. nach Osteuropa, Afrika oder in den Mittleren Osten verkauft. Dort landet die Kleidung über viele Zwischen- und Kleinhändler am Ende in Secondhand-Läden oder auf Marktständen. Denn es gibt eine wachsende Zahl von Menschen, die auf preisgünstige Bekleidung angewiesen sind.

Textilien, die sich nicht mehr als Secondhand-Kleidung eignen, gehen nach dem Sortiervorgang an Hersteller von Putzlappen oder Recyclingmaterial. Allerdings sind die Kosten für das Sortieren dieser minderwertigen Textilien oft höher als die Erlöse aus dem Weiterverkauf. Textilien, die weder für den Secondhand-Markt noch als Recyclingmaterial geeignet sind sowie alle textilfremden Stoffe gehen in die Abfallentsorgung.