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Der Dachverband FairWertung e.V.
Meine ausrangierte Kleidung soll direkt an Bedürftige gehen“ Dieser Satz ist häufig zu hören, wenn es um die Abgabe von Altkleidern geht. Tatsächlich aber wird sehr viel mehr Kleidung abgegeben, als Sozialprojekte bei uns benötigen. Denn schnell wechselnde Modetrends lassen die Berge an abgelegter Kleidung von Jahr zu Jahr wachsen. Und kaum jemand weiß, dass die gute alte Kleiderspende“ ein begehrtes Wirtschaftsgut in einem komplexen und schwer durchschaubaren Markt geworden ist.
Altkleidersammlungen haben Tradition
Viele gemeinnützige und kirchliche Organisationen führen seit langem Kleidersammlungen durch. Sie nutzen einen Teil der Kleidung für ihre eigene Sozialarbeit. Die Überschüsse verkaufen sie an gewerbliche Textilverwerter, um so ihre Arbeit zu finanzieren. Lange Zeit wusste aber kaum ein Sammler, was mit der Kleidung nach dem Verkauf geschah. Anfang der 1990er Jahre erschien erstmals eine Studie über den Altkleidermarkt. Sie analysierte den Weg der Gebrauchtkleidung und warf viele Fragen zu den weltweiten Auswirkungen von Kleiderexporten auf.
FairWertung setzt auf Transparenz
Genau diesen Fragen stellt sich der Dachverband FairWertung. Seit 1994 engagiert sich das bundesweite Netzwerk aus gemeinnützigen und kirchennahen Organisationen für mehr Transparenz und Verantwortlichkeit beim Sammeln und Verwerten von gebrauchter Kleidung. Als erste Organisation hat der Verband Standards für Kleidersammler entwickelt. Er informiert außerdem über Hintergründe und Zusammenhänge, aber auch über fragwürdige Praktiken. FairWertung klärt über den globalen Handel mit gebrauchter Kleidung auf und setzt sich für den Ausbau von Secondhand-Strukturen in Deutschland ein.
