zum Vergrößern hier klicken

Kleidersammlung mit Traktoren (zum Vergrößern hier klicken)
Kleidersammlung mit Traktoren

Logo Dachverband FairWertung e.V.
Hoffnungstraße 22, 45127 Essen
Telefon: 0201-621067,

Diözesanbüro Main-Spessart

Das Diözesanbüro Main-Spessart ist eines von insgesamt zehn regionalen Dienststellen des Bistums Würzburg, die unter anderem in der Familienseelsorge und der Seniorenarbeit unterstützend tätig sind. Seit 1976 unterstützt die Einrichtung um Geschäftsführer Johannes Weismantel Ehrenamtliche im Landkreis Main-Spessart bei ihrer Arbeit in den Dekanaten Karlstadt und Lohr. Das Büro organisiert zudem Seminare, Wallfahrten, Fortbildungen und Seniorenfreizeiten und arbeitet eng mit der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit im Landkreis zusammen. „Wir sind quasi das Bistum im Taschenformat“, beschreibt Johannes Weismantel die Arbeit seiner Dienststelle.

Über 35 Gemeinden im Einsatz

Seit Ende der 1970er Jahre sammelt die Einrichtung Gebrauchtkleidung. Die jährlichen Sammlungen sind daher bereits Tradition und fester Bestandteil der Gemeindearbeit. Zweimal im Jahr, im Mai und September, finden sie in Karlstadt und Gemünden sowie in Lohr und Marktheidenfeld statt. Das Engagement der insgesamt 35 Gemeinden ist hierbei sehr groß. 400 bis 500 Ehrenamtliche sind dann auf den Beinen: „Fast die gesamte Gemeinde ist bei einer Sammlung mit dabei. Und auch viele Jugendliche beteiligen sich an der Aktion“, erzählt Johannes Weismantel begeistert. Die eigentliche Sammlung organisieren die Gemeinden selbst. Sie verladen die Sammelsäcke auf PKW- und Traktor-Anhänger sowie auf LKWs und transportieren die Kleidung dann zu festen Sammelstützpunkten. Seit gut zwei Jahren gibt es zudem noch eine Bringesammlung zu einem festen Termin.

Transparenz hat oberstes Gebot

Alles, was an Kleidung gesammelt wird, verkauft die Einrichtung an ein Textilrecyclingunternehmen, das Partner von FairWertung ist. In den Jahren 2001 bis 2009 sind so über 100.000 Euro zusammengekommen. Die Erlöse aus den Sammlungen fließen zu 70 Prozent in verschiedenste Missionsprojekte - vom Babyhospital in Bethlehem bis zur Ziegenherde in Äthiopien - und zu 30 Prozent in die Jugendarbeit. Dabei ist es Geschäftsführer Weismantel wichtig, möglichst transparent zu arbeiten. „Wir informieren gerne und viel darüber, was mit der Kleidung nach einer Sammlung geschieht, ganz nach den Grundsätzen von FairWertung, ob per Telefon, im persönlichen Kontakt, per Handzettel oder im Pfarrbrief.“ Das Interesse an Aufklärung sei in der Bevölkerung groß. Man habe bereits drei Besichtigungsfahrten in Sortierbetriebe organisiert, an denen auch viele Jugendliche teilgenommen haben. „Wir wollten zeigen, was mit der Kleidung genau passiert, wenn sie die Sammelstellen verlässt“, sagt Weismantel. Das Bewusstsein der jungen Leute für gebrauchte Kleidung habe sich hierdurch grundlegend geändert. „Keiner hat sich vorher ein Bild davon machen können, mit wie viel Arbeit die Sortierung verbunden ist.“

Weitere Informationen unter http://www.dioezesanbuero-msp.de