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Caritas Diözesanverband Speyer

Gut Erhaltenes verwerten und dabei Arbeitsgelegenheiten mit Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen – diese Ziele verfolgen die sieben Warenkorb-Kaufhäuser der Caritas im Diözesanverband Speyer.
Im Rahmen von so genannten „1-Euro-Jobs“ erwerben langzeitarbeitslose Menschen berufsbezogene Kenntnisse und Fähigkeiten und werden für den regulären Arbeitsmarkt qualifiziert. Joachim Geimer, Leiter der Warenkorb-Kaufhäuser erklärt: „Wer länger arbeitslos ist, gerät leicht „aus dem Tritt“, hat schnell keinen organisierten Alltag mehr und wird nicht selten an den gesellschaftlichen Rand gedrängt, vor allem weil sich Menschsein in unserer Gesellschaft immer häufiger über Erwerbsarbeit definiert. Um diesen Menschen wieder „mitten ins Leben“ zu helfen, betreiben wir die Warenkorb-Kaufhäuser.“ Neben der Vermittlung von berufsbezogenen Fähigkeiten kommt dem Aufbau von sozialen Kompetenzen eine besondere Bedeutung zu. Dabei werden die Maßnahmenteilnehmer/-innen durch eine sozialpädagogische Begleitung unterstützt.

Einkommensschwache Haushalte werden entlastet

Aber nicht nur die Teilnehmer/-innen profitieren: Durch das Angebot an preisgünstigen, aber qualitativ guten Möbeln, Textilien und Haushaltsgegenständen können viele Familien Güter des mittel- und langfristigen Bedarfs günstiger einkaufen. Dadurch wird ihre Haushaltskasse zugunsten anderer dringender Ausgaben wie z.B. für Schulmaterialien oder auch für Sparrücklagen entlastet. „Die Warenkorb-Kaufhäuser stehen zwar allen Menschen offen, Hauptkund/-innen sind allerdings Personen, die ihren Lebensunterhalt von ALG II bestreiten müssen und daher existentiell auf einen preisgünstigen Einkauf angewiesen sind“, berichtet Joachim Geimer weiter. Im Jahr 2008 stieg die Zahl der Kund/-innen in allen Einrichtungen um rund 40.000 auf über 100.000 Personen an. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Armut innerhalb der Gesellschaft zunimmt.

Auch Ehrenamtliche helfen mit

Neben den 18 festangestellten Mitarbeiter/-innen und den Maßnahmenteilnehmer/-innen leben die Warenkorb-Kaufhäuser auch vom Engagement vieler ehrenamtlich Mitarbeitender. Ca. 70 Helfergruppen in der ganzen Diözese, vor allem aus der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) sowie Pfarreien und Einzelpersonen unterstützen die Einrichtungen durch Kleidersammlungen in ihrem Wohnort. Darüber hinaus helfen rund 20 ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen bei den alltäglichen Arbeitsabläufen in den Kaufhäusern. Durch dieses Engagement konnten 2008 ca. 140.000 kg Kleidung und eine Vielzahl an Möbelstücken und Hausratartikeln gesammelt werden. Die in den Warenkorb-Kaufhäusern nicht benötigten Textilien werden an eine Vertragsfirma von FairWertung verkauft. Der Erlös kommt wiederum der Gesamtarbeit zugute.

Positive Umweltwirkung

Die Arbeit der Warenkorb-Kaufhäuser ist aber auch ein konkreter Beitrag zur Schonung von Ressourcen: Denn alle angebotenen Sachen bleiben länger im Nutzungskreislauf, anstatt entsorgt zu werden.
Inzwischen gibt es in folgenden Städten einen Warenkorb: Speyer, Neustadt, Pirmasens, Kaiserslautern, Germersheim, Ludwigshafen und St. Ingbert.

Weitere Informationen sowie die Adressen der Kaufhäuser gibt es unter www.caritas-speyer.de.