Recyclingbörse Herzogenrath
Beschäftigungsprojekt unterstützt sinnvollen Umgang mit Rohstoffen
Politisches Engagement und aktives Handeln für den Schutz unserer Umwelt, den sinnvollen Umgang mit Rohstoffen - für Beschäftigung und Qualifizierung: Das zeichnet die Recyclingbörse Herzogenrath aus. So bietet sie in ihren vielen Projekten derzeit rund 60 Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden, die Chance, sich beruflich neu zu orientieren. Überdies wurden 18 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze - teils durch die ARGE kofinanziert - geschaffen, um die Projekte zu verwalten, konzeptionell weiterzuentwickeln sowie die Teilnehmer der Maßnahmen sozial zu betreuen und fach-spezifisch anzuleiten. Ob in der Bauteilbörse, der Möbelbörse, in den vielen Annahmestellen für recycelbare Rohstoffe oder dem Projekt Kleidung und mehr“. Außerdem ist die Recyclingbörse auch als Dienstleister tätig und leert regelmäßig über 100 FairWertungs-Container für die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Aachen.
Die Recyclingbörse startete im Jahr 1990. Sie wird getragen vom Förderverein Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen“. Wir sind stolz darauf, dass unsere damalige Idee und die viele Arbeit in den vergangenen 20 Jahren Früchte getragen haben. Doch lieber noch würden wir alle Projekte schließen, wenn die bei uns Beschäftigten einen Job auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt fänden. Im Mai 2010 haben wir dies dennoch gebührend gefeiert“, sagt Wilfried Hammers, erster Vorsitzender des Fördervereins.
Gebrauchtes wird gebraucht
Neuestes Projekt der Recyclingbörse ist das Gebrauchtwarenkaufhaus PATCHWORK an der Kirchrather Straße in Herzogenrath. Hier gibt es seit Anfang 2009 alles unter einem Dach zu kaufen, was gebraucht, aber gut erhalten ist. Die Nachfrage nach Secondhand nehme zu, und so habe man ein weiteres Secondhand-Projekt gestartet, erklärt Hammers. Hier hat auch das Projekt Kleidung und mehr“ ein neues Zuhause gefunden. Das Textilprojekt qualifiziert vorwiegend Frauen ohne Beruf oder Beschäftigung im Umgang mit Stoffen, Schnitten und Nähtechnik. Altes bekommt hier ein neues Gesicht und nicht selten eine ganz besondere Note. Im Patchwork oder im Geschäft Grenzenlos“, mitten in Herzogenrath, finden die Sachen regen Absatz. Mittlerweile gibt es sogar ein eigenes Label für die Kreationen aus der Textilwerkstatt: Schnittstelle-Mode, die verbindet“ heißt es. Wir sind im Moment dabei, uns dieses Label auch schützen zu lassen“, erzählt Wilfried Hammers. Den Projektleiterinnen Martina Bredohl und Elisabeth Weber geht es darum, die stofflich guten Qualitäten von getragenen Kleidungsstücken zu erhalten und etwas völlig Neues daraus zu nähen. Wir wollen zeigen, was man aus alter Kleidung noch alles machen kann“, sagt . Martina Bredohl.
Das Rohmaterial“ für die re-designte Kleidung liefert die Recyclingbörse selbst. In den Annahmestellen der Recyclingbörse kommt einiges an Kleidung zusammen oder wird auf Wunsch abgeholt.
Die generelle Philosophie, verantwortungsvoll mit Kleidung umzugehen, honorieren viele Menschen, indem sie ihre Kleidung bei der Recyclingbörse abgeben. Das zeigt der Verein auch durch seine Zusammenarbeit mit dem Dachverband FairWertung oder mit Informations-Veranstaltungen über die Clean Clothes Campaign, die sich für eine menschenwürdige und sozial saubere Herstellung von Kleidung einsetzt.
Weitere Informationen zur Recyclingsbörse Herzogenrath finden Sie hier.
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