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Gebrauchtkleiderexporte im Blickpunkt

Seit über zehn Jahren gibt es eine kontroverse Diskussion, wie sich der Export von Secondhand-Kleidung auf die Märkte in den Importländern auswirkt. Vor allem die Märkte der afrikanischen Länder südlich der Sahara stehen dabei im Fokus. Mehrere Studien beschäftigen sich mit dieser Fragestellung. Mit durchaus unterschiedlichen Ergebnissen.

Dialog zwischen „Nord und Süd“

Um diese Thematik besser beurteilen zu können, startete FairWertung 2003 mit finanzieller Hilfe des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) das zweijährige „Dialogprogramm Gebrauchtkleidung in Afrika“. FairWertung führte dabei zahlreiche Marktuntersuchungen und Interviews in Tansania, Kamerun und Mali durch. Darüber hinaus erreichten uns Rückmeldungen aus weiteren afrikanischen Ländern.!0!

Das Ergebnis: Secondhand-Kleidung unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen in vielen afrikanischen Ländern nicht wegzudenken. Hauptgrund ist die geringe Kaufkraft. Außerdem gibt es kein ausreichendes und erschwingliches Bekleidungsangebot aus lokaler Produktion. Die auf den Märkten angebotene Neuware kommt überwiegend aus China, ist aber oft von minderer Qualität.

Secondhand-Kleidung ist daher weit verbreitet. Der Handel mit Gebrauchtkleidung verschafft vielen Arbeit und Einkommen. Auch viele Schneiderinnen und Schneider leben vom Umarbeiten oder „redesign“ von Gebrauchttextilien.

Insgesamt gibt es einen Mix von Kleidungsstilen und –gewohnheiten. Ob Neues, Gebrauchtes, ob traditionelle oder moderne Kleidung – in jedem Fall möchte jede/r aber selbst darüber entscheiden und nicht von Europäern gesagt bekommen, was gut und richtig ist.