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Zahlen, Daten, Fakten
Man kann Kleidung entweder bei Kleiderkammern, Secondhand-Läden oder Hilfsgüterinitiativen direkt abgeben, sie gut verpackt in einen Container werfen oder in einem Beutel für die nächste Straßensammlung bereitstellen. Allerdings ist bei vielen Sammlungen nicht zu erkennen, wer tatsächlich dahinter steckt und wer davon profitiert. (Mehr...)
Wachsende Kleiderberge
Jedes Jahr kommen so in Deutschland rund 750.000 Tonnen Gebrauchttextilien zusammen – eine LKW-Schlange von Kiel bis München gefüllt mit Kleiderbeuteln. Und die Menge wächst weiter. Gleichzeitig verschlechtert sich die Qualität der abgegebenen Sachen mehr und mehr. Sorgfältiges und fachgerechtes Sortieren ist daher nötig, um alle Textilien auf ihre weitere Verwendbarkeit zu prüfen. Das Sortieren selbst ist reine Handarbeit.
Letztlich eignen sich nur noch knapp 45 Prozent der aussortierten Kleidung für den Secondhand-Markt. Der überwiegende Teil lässt sich nur noch als Putzlappen oder Rohstoff verarbeiten oder ist sogar Müll. Dies ist ein wachsendes Problem für die Textilverwerter, da das Sortieren von minderwertigen Textilien nicht kostendeckend ist. Ein Grund, warum immer mehr Sortierbetriebe in Niedriglohnländer abwandern.
Secondhand-Kleidung weltweit gefragt
Den größten Teil ihrer Einnahmen erwirtschaften die Sortierbetriebe mit dem Verkauf der sehr guten Creme-Ware“ und der Ware erster Qualität an Secondhand-Läden z.B. in Deutschland oder Westeuropa. Die meiste Secondhand-Kleidung geht aber an spezialisierte Großhändler in Osteuropa, Afrika und im Mittleren Osten. Über verschiedene Handelsstufen landet die Kleidung auf den örtlichen Secondhand-Märkten in den Importländern. Dort gibt es eine große Nachfrage nach Secondhand-Kleidung, ist sie doch eine preiswerte Möglichkeit, sich mit Kleidung zu versorgen. (Mehr...)

