Mit allen Mitteln

Unseriöse Sammelmethoden sind auf dem Vormarsch. Einige gewerbliche Sammelfirmen greifen zu immer rabiateren Methoden, um an Textilien zu kommen. Andreas Voget, Geschäftsführer des Dachverbands FairWertung e.V., beleuchtet in dem Artikel Mit allen Mitteln, diese unerfreulichen Entwicklungen.

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Dubiose Kleidersammlungen

Sie nennen sich „Roter Ring Kinderhilfe“ oder „Verein zur Kontaktpflege mit Behinderten“. Sie werben mit „Pater Rodriguez“ und „Bischof Capalla“ um Spenden gegen die Armut in der Welt. Sie drücken auf die Tränendrüse und appellieren: „Helfen Sie uns helfen!“ Gezielt werden Emotionen bei den Verbraucher/-innen angesprochen, um an ihre gebrauchte Kleidung und Schuhe zu kommen.

Vortäuschen eines karitativen Zwecks

Immer häufiger verbergen sich hinter wohlklingenden Namen vermeintlich karitativer Organisationen gewerbliche Sammelfirmen. Sie arbeiten dabei nicht nur mit phantasievollen Vereinsnamen, sondern auch mit Symbolen, die an kirchliche oder gemeinnützige Organisationen erinnern. Ganz gezielt versuchen sie, den Eindruck zu erwecken, es handele sich um Kleidersammlungen mit einem karitativen Zweck.

Tatsächlich verkaufen die Sammler die gesammelten Textilien und Schuhe an Textilrecyclingfirmen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Denn auch gemeinnützige Organisationen erwirtschaften Einnahmen mit dem Verkauf von Textilien. Täuschen jedoch Sammler einen karitativen Zweck nur vor, um an die begehrte Sammelware zu kommen, so ist dies schlicht und einfach Betrug. Wer gebrauchte Kleidungsstücke abgeben will, sollte sich deshalb vorher informieren, welche Sammler transparent und vertrauensvoll arbeiten.

Was Sie tun können

Bei dubios erscheinenden Kleidersammlungen ist Ihr Engagement gefragt. Holen Sie weitere Informationen über den Sammler ein und informieren Sie die örtliche Presse.