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FairWertung - 15 Jahre faire und transparente Kleidersammlungen

Das Aufklären über unseriöse Sammelmethoden ist zu einem Arbeitsschwerpunkt des Dachverbandes FairWertung geworden

„Jeder sollte bei einer Kleidersammlung genau hinschauen, wer dahinter steckt. Denn beim Sammeln und Vermarkten von gebrauchter Kleidung ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Deshalb ist es wichtig, sich gut zu überlegen, wem man seine Textilien überlässt. Hier ist bewusstes Handeln gefragt“, weiß Andreas Voget, Geschäftsführer des Dachverbandes FairWertung e.V.. Zum 15-jährigen Bestehen führt der Verband nun ein neues Verbandszeichen ein - mit dem Schriftzug „Bewusst handeln“. Es soll einerseits deutlich machen, dass die FairWertung angeschlossenen Organisationen Kleidung nach ganz klaren Kriterien sammeln und vermarkten. Andererseits ist es gleichzeitig ein Appell, genau zu prüfen, wem man seine Kleidung gibt.

Mehr Durchblick bei Kleidersammlungen

Als der Dachverband FairWertung seine Arbeit vor 15 Jahren aufnahm, geschah dies vor dem Hintergrund einer schwer durchschaubaren Gebrauchtkleiderbranche. Den meisten Verantwortlichen in kirchlichen und gemeinnützigen Organisationen war damals nicht klar, was mit der von ihnen gesammelten Kleidung nach dem Verkauf an einen gewerblichen Abnehmer passierte. „Mit der Gründung von FairWertung wollten wir diese undurchsichtigen Strukturen aufbrechen. Es war und ist uns wichtig, dass jeder nachvollziehen kann, wie die Kleidung nach einer Sammlung vermarktet wird. Deshalb haben wir als erste Organisation in Deutschland Standards für die Sammlung und Verwertung von Gebrauchtkleidung entwickelt“, sagt Voget.

Nicht immer klar, wer sammelt

Denn im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass auch das Sammeln von gebrauchter Kleidung äußerst undurchschaubar ist. Vielfach kann man nicht eindeutig erkennen, wer für eine Kleidersammlung verantwortlich ist und wo die gesammelten Textilien schließlich landen. Häufig suggeriert das Logo einer gemeinnützigen Organisation einen karitativen Zweck. Tatsächlich aber handelt es sich um eine gewerbliche Sammlung. Problematisch ist auch das Sammeln mit Wäschekörben, das immer beliebter wird. Ebenso wie die sprunghaft gestiegene Zahl rechtswidrig aufgestellter Kleidercontainer. Nach 15 Jahren aktiver Aufklärungsarbeit und engagiertem Handeln für mehr Fairness und Transparenz in der Alttextilbranche bleibt somit für den Dachverband FairWertung besonders unter dem Aspekt „Bewusst handeln“ auch in Zukunft noch eine Menge zu tun.

Bis alle Kleidercontainer und Sammelzettel der angeschlossenen Organisationen auf das neue Logo umgestellt sind, wird es noch eine Zeit brauchen. So lange bürgt das bisherige Zeichen des Dachverbandes auch weiterhin für Fairness beim Sammeln und Verwerten von gebrauchter Kleidung.

i 02.03.2010