Sammelmengen gestiegen, Qualität gesunken - Neue Studie zum Alttextilmarkt erschienen

Ungefähr 750.000 Tonnen ausrangierter Textilien sind 2007 in Kleidersammlungen gelandet. Zu diesem Ergebnis kommt eine im September 2008 erschienene Studie des Instituts für Aufbereitung und Recycling der RWTH Aachen.

Damit ist das jährliche Sammelaufkommen an Textilien um ca. 115.000 Tonnen höher als noch Mitte der 1990iger Jahre. Auch die Erfassungswege für Kleidung haben sich verändert. Demnach wird mit 600.000 Tonnen heute der weit überwiegende Teil der abgegebenen Textilien über Containersammlungen und nur noch 150.000 Tonnen über Straßensammlungen erfasst. Die Zahl der aufgestellten Container beträgt laut Studie 120.000 Stück.

Verglichen mit den Ergebnissen der 1996 durchgeführten Studie der Forschungsstelle für allgemeine und textile Marktwirtschaft der Universität Münster hat sich die Zahl der Kleidercontainer innerhalb von 11 Jahren somit mehr als verdoppelt. Gleichzeitig hat die Straßensammlung zunehmend an Bedeutung verloren.

Während die Sammelmenge insgesamt zugenommen hat, ist die Qualität der Kleidung kontinuierlich schlechter geworden. Der neuen Studie zufolge sind nur noch 43 Prozent der gesammelten Textilien als Secondhand-Kleidung verwendbar. 16 Prozent der Gebrauchtkleider gehen in die Putzlappenherstellung, 21 Prozent in die Rohstoffverwertung. Der Rest wird thermisch verwertet oder muss als Müll entsorgt werden.

i 07.10.2008