Mehr Durchblick bei Kleidersammlungen - Im Blickpunkt 2007 erschienen

Der Bericht geht darauf ein, wie bei Aufrufen für Kleidersammlungen gezielt mit Formulierungen gearbeitet wird, die an die Hilfsbereitschaft der Menschen appellieren - in den Augen des Dachverbandes eine sehr zweifelhafte Praxis. Aber auch bei vielen gemeinnützigen Einrichtungen sieht FairWertung noch Handlungsbedarf, wenn es darum geht, die Öffentlichkeit eindeutig darüber aufzuklären, was nach einer Sammelaktion mit den Sachen geschieht. „Im Blickpunkt“ stellt außerdem zur Diskussion, ob der vielfach verwendete Begriff „Kleiderspende“ nicht ersatzlos aus dem Vokabular gestrichen werden sollte. Denn er fördert falsche Vorstellungen darüber, was nach einer Sammelaktion mit den Sachen geschieht. Und er lässt außer Acht, dass es angesichts der großen Menge an abgegebener Kleidung auch um ein Entsorgungsproblem geht. FairWertung plädiert daher für eine klare und offene Informationspolitik über die tatsächliche Verwendung von Gebrauchtkleidung. Nur so könne nach Ansicht des Dachverbands ein anderes Bewusstsein für das Thema geschaffen und zu einem anderen Umgang mit Kleidung angeregt werden. So empfiehlt FairWertung, beim Kauf von Textilien auf Qualität zu achten und kurzlebige Billigtextilien zu meiden, um die Menge an gebrauchter Kleidung nicht noch weiter zu erhöhen. Der Dachverband FairWertung ist ein Netzwerk von Organisationen, das sich für mehr Transparenz bei Kleidersammlungen einsetzt. FairWertung hat dazu Kriterien für eine faire Sammlung und Vermarktung von Gebrauchtkleidung entwickelt. Über 100 Organisationen bundesweit arbeiten nach den Richtlinien von FairWertung, darunter kirchliche Einrichtungen, gemeinnützige Vereine sowie Beschäftigungsgesellschaften. Der neue Jahresbericht kann zum Preis von 2 Euro zzgl. Porto über die Materialseite bestellt werden.

i 06.07.2007